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Datum
16.04.2021

Bewerbung per Video: Tipps für einen guten Eindruck

Eine Bewerbung per Video – was vor einiger Zeit fast unmöglich schien, ist spätestens seit der Coronakrise eine etablierte Praxis im Recruiting geworden. Auch von zu Hause aus braucht das Gespräch eine gute Vorbereitung. Wir geben Tipps, wie die Vorstellung in den eigenen vier Wänden gelingt!

Bewerbung per Video: Tipps für einen guten Eindruck
(GettyImages/NickyLloyd)

Das Wichtigste in Kürze

  • Durch die Corona-Pandemie finden vermehrt Einstellungsgespräche per Video statt
  • Vorteil: Die Bewerbung erfolgt auf sicherem Terrain in gewohnter Umgebung
  • Nachteil: Es sind einige Vorbereitungen nötig
  • Ort und Outfit sind entscheidende Kriterien
  • Technische Probleme sollten durch frühzeitige Installationen vermieden werden
  • Ein Probelauf mit Freundinnen oder Verwandten ist zu empfehlen

Digitale Bewerbung im Fokus

Meetings und Konferenzen per Video sind in den meisten Unternehmen schon fast zur Normalität geworden. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sitzen vorwiegend im Homeoffice, um die Fallzahlen der Corona-Pandemie einzudämmen. Doch auch bei der Personalgewinnung spielen Gespräche per Video eine zunehmend wichtige Rolle.

Bewerbungen per Videochat bieten Unternehmen die Chance, auch in schwierigen Zeiten das Team zu erweitern und potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so realitätsnah wie möglich kennenzulernen. Bewerberinnen und Bewerber sind durch die Umstellung jedoch häufig verunsichert und stellen sich die Frage "Kann ich auch in einem Videogespräch überzeugen?". Die Antwort lautet: Ja! Zumindest, wenn die Vorbereitung und die übrigen Gegebenheiten stimmen.

1. Szenario vorbereiten

Einen großen Vorteil haben Bewerberinnen und Bewerber, die zu einem Gespräch per Videochat eingeladen werden: Sie befinden sich auf ihrem eigenen Terrain! Oft macht schon das Betreten eines Firmensitzes Angst und lässt die Nervosität steigen. Das ist bei Online-Bewerbungen anders.

Dennoch gibt es auch eine Kehrseite: Es liegt an den Bewerbern, das Szenario vorzubereiten. Ein zu dunkles oder unaufgeräumtes Zimmer macht keinen guten ersten Eindruck. Zimmer mit bunter Fototapete oder Bücherwänden im Hintergrund sollten für das Gespräch ebenso wenig ausgewählt werden wie Räume mit glänzenden Geräten (etwa dem Kühlschrank). Denn: Durch glänzende Geräte können Spiegelungen in der Kamera entstehen. Diese sollten unbedingt vermieden werden. Wir empfehlen einen neutralen Raum, vielleicht mit einer schönen Topfpflanze im Hintergrund. Dazu eine Beleuchtung, die weder zu grell noch zu dunkel ausfällt.

2. Unterlagen bereitlegen

Was während eines Gesprächs auf dem Tisch liegt, können potenzielle Arbeitgeber nicht sehen. Das sollte ausgenutzt werden. Der eingereichte Lebenslauf, Informationen zum Unternehmen und zur Stellenausschreibung sind Dokumente, die in Sichtweite liegen dürfen. Dadurch und durch im Vorfeld gemachte Notizen können offene Fragen schnell und souverän beantwortet werden.

3. Auf persönlichen Eindruck achten

Der erste Eindruck zählt auch im Videochat – und dieser gilt nicht nur für das Szenario, sondern auch für den Bewerber oder die Bewerberin selbst. Ein fleckiger Pullover oder gar der Schlafanzug sind im Bewerbungsgespräch selbstverständlich auch zu Hause tabu. Einen Fehler begehen viele Personen trotzdem: Sie wählen eine schicke Oberbekleidung, tragen aber weiterhin die Jogginghose. Denn potenzielle Chefs können diese ja gar nicht sehen. Oder doch?! Was, wenn das Gespräch erfordert, dass der Bewerber oder die Bewerberin aufsteht oder etwas holt? Um diesen Fauxpas zu vermeiden, sollte auch die Hose oder der Rock im Vorhinein sorgsam gewählt werden.

Generell steigert ein professionelles Outfit die Motivation, sollte aber, wie in einem persönlichen Bewerbungsgespräch auch, zur ausgeschriebenen Stelle und dem Unternehmen passen. Wer sich in Hemd und Sakko für eine Position im lockeren Start-Up bewirbt, in dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter absichtlich lässige Pullover tragen, wählt eindeutig die falsche Strategie.

4. Alle Störfaktoren ausblenden

Soweit wie möglich sollten auch zu Hause keine Störungen auftreten, während die Bewerbung läuft. Das heißt:

  • Smartphone aus oder auf lautlos,
  • alle Wecker abstellen,
  • Fenster zur Straße schließen
  • und eventuell sogar die Haustürklingel ausschalten

Leben mehrere Personen im Haushalt, sollten sie über das Bewerbungsgespräch informiert werden, damit sie nicht mittendrin hereinplatzen. Auch Hintergrundprogramme, die bisher auf dem PC gelaufen sind, sollten vorab geschlossen werden.

5. Vorbereiten und üben

Die Vorbereitung ist auch bei einem Bewerbungsgespräch im "privaten Raum" das A und O. Neben der Szenerie, dem eigenen Outfit und den bereitgelegten Unterlagen sollten auch die technischen Voraussetzungen stimmen. Dazu gehört, das Programm für den Videochat nicht erst kurz vor knapp zu installieren. Auch sollte es einige Minuten vor dem Gespräch bereits geöffnet werden, falls spontane Updates oder andere Probleme auftreten.

Eine weitere Pflichtaufgabe: Die Vorbereitung auf mögliche Fragen. Diese sollte genau so umfangreich erfolgen, wie es auch bei einer Bewerbung vor Ort der Fall wäre. Zudem kann ein Testgespräch im Freundes- oder Familienkreis nicht schaden. Hier können die Audio- und Bildeinstellungen noch verändert werden, damit sie im wichtigen Bewerbungsgespräch passend sind. Gleichzeitig nimmt das Probegespräch vielen Bewerbern die Nervosität.

Fazit: Bewerbungsgespräch per Videochat schafft Chancen

Durch Vorbereitungsmaßnahmen lässt sich auch der private Raum sehr gut für ein Bewerbungsgespräch per Video nutzen. Mit der passenden Szenerie, einem geeigneten Outfit und einer souveränen Strategie werden die richtigen Weichen gestellt. Durch das gewohnte Umfeld zeigen sich außerdem viele Bewerberinnen und Bewerber weniger nervös. Das steigert die Chance auf die Einstellung.

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